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Musik mit "Strauhspier"

Heimatverein Raesfeld
Herausgegeben von in Heimatverein ·
Tags: Strauhspier


An diesem Abend im gut gefüllten Vennekenhof war ein ultimatives Musikerlebnis garantiert, bei dem jeder Liebhaber bester von Hand gemachter Musik auf seine Kosten kam. Die Blues Band STRAUHSPIER begeistern seit über drei Jahrzehnten mit ihren Liedern in plattdeutscher Sprache, ihre CD „Hen un her“ gilt in der Szene als Beispiel Münsterländer Folkmusik, ihnen wurde sogar 2008 der renommierte Rottendorf-Preis als Anerkennung der langjährigen Kulturarbeit im Dienste der plattdeutschen Sprache verliehen.



Fernseh- und Rundfunkaufnahmen, eine eigene Weihnachts-CD, 2010 der Kulturpreis der Stadt Rheine und zahlreiche Konzerte weit über die Grenzen der Stadt hinweg sind Zeichen der Erfolgsgeschichte dieses Trios. Die Lieder und Texte sind eine literarisch-musikalische Hommage an die Heimatregion mit Texten/Gedichten von Heinrich Heine, Annette von Droste-Hülshoff, Augustin Wibbelt, Josef Winckler u.v.a. mehr. Dazu die Eigenkompositionen der plattdeutschen Gesangsgruppe.

Aber auch neue Stücke haben die Musiker kreiert. So war ihr Crossover vom Münsterländer Blues über amerikanischen und irischen Folk bis zum britischen Rock allein schon den Besuch des Konzertabends wert, an dem Karl-Heinz Tünte den zahlreichen Besuchern die Musiker vorstellte.



Das Trio, bestehend aus den zwei Gitarristen und Sängern Nikolaus Evers und Helmut Schnieders sowie dem Sänger und Mundharmonikaspieler Hermi Sürken, schreibt auch eigene Songtexte auf Plattdeutsch. Dabei werden gerne private Erlebnisse und einschneidende Ereignisse vertont.



Die persönliche Bedeutung des Platt wird auch bei der Namensgebung der Gruppe deutlich. Übersetzt man diesen ins Hochdeutsch, so bedeutet der Name der Band „Strohhalm“. Der Wunsch der Liedermacher ist es, durch ihren Gesang einen Teil zum Erhalt der plattdeutschen Kultur beizutragen. Sie sind der Strohhalm, an dem sich alle festhalten können, die das Plattdeutsche ebenfalls nicht aussterben lassen wollen.



Entstanden sei die Idee, plattdeutsche Lieder zu verfassen, im alltäglichem Leben. „Wir sprachen zu Hause immer noch Plattdeutsch. Und da dachten wir uns, es gibt so eine Art Musik auf Platt noch nicht, warum also nicht mal versuchen?“ so erklärte Evers.



„Plattdeutsch ist was zum Anfassen, da ist noch Gefühl mit drin!“ In diesem Punkt waren sich nicht nur die drei Sänger einig, auch das Publikum ließ sich von den Anekdoten und Liedern auf Plattdeutsch mitreißen. Viele Zuhörer stimmten in den Gesang mit ein. Wippende Füße und Applaus zeigten, wie gut das Programm ankam. Und wer an diesem Abend überhaupt kein Wort verstand, der bekam immerhin gute Musik zu hören.



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